Am 29.11.2003 ging es im Rahmen der 28. Regatta der Eisernen am Konstanzer Trichter für die ATI-Teilnehmer um den 1. offiziellen Wanderpokal (limited edition). Vier ATI-Crews segelten in der Startgruppe 2 mit den bewährten diamant 2000:
• Michi, Thommy, Öhn
• Atti, Henning, Caro
• Dieter, Margitta, Ela
• Olly, Sabine, Marita
Weil Olly in diesem Jahr unbedingt noch sein Ölzeug ausführen wollte, mussten die Teams am Freitag die Bootsüberführung mit nettem Wind und bootshoher Welle bei strömendem Regen durchführen und den Weg nach Konstanz finden. Dieses gelang jedoch nicht allen - Atti zog es vor, unter dem Vorwand eines Motorschadens in Meersburg (oder war es doch Friedrichshafen?) an Land zu gehen. Dabei nutzte er den vollen Segeltag aus und erreichte erst zu später Stunde mit seiner Crew ein speziell auf durchgefrorene Segler eingestelltes Hotel. Die übrigen drei ATI-Skipper konnten auch erst im Dunkeln in Konstanz fest machen, da Olly beim Starten des Motors vor der Hafeneinfahrt erst noch den Shok abbrechen musste und Dieter und Margitta noch mit der richtigen Schotführung zu kämpfen hatten. Mit verfrorenen Füßen und Händen ließ sich dann kein Glühweinbecher mehr halten...daher war das aufgeheizte Hotelzimmer - egal ob Romeo und Julia Suite oder Zimmer mit Familienanschluss - heiß begehrt. Am Samstag gab dann wie üblich der Nikolaus um 10.00 Uhr vom Balkon des Konzils die Skipperanweisungen aus. Da der Glühwein versalzen und somit völlig ungenießbar war, konnten die drei anwesenden ATI-Skipper (Atti + Crew. segelten sich währenddessen schon mal ein...) den Anweisungen diesmal auch zumindest mental folgen - zunächst waren erst mal alle Unklarheiten beseitigt. Leider hatte der Wind sich schon am Freitag verausgabt ... bei eigentlich keinem fühlbaren Wind galt es zunächst, pünktlich die Startlinie zu erreichen und eine optimale Position zu erkämpfen. Die Schwierigkeit war sicherlich diesmal nicht, den richtigen Startschuss zu identifizieren, sondern eher, das Boot über die Startlinie Richtung Tonne zu bewegen. Über kurz oder lang schafften das auch alle...und dann gings los: von wo kommt der nicht vorhandene Wind - macht Spi Sinn - oder lieber Genaker (und wenn ja, sollen wir ihn richtig aufziehen oder lieber mal andersherum?) - was machen die anderen - und die beherrschende Frage des Tages war: wo ist Wind? Wohl dem, der einen geschmeidigen Windausgucker hatte (andere hatten noch nicht mal einen Verklicker) ... Damit auch die ATI-Segler eine Chance hatten, bei diesen widrigen Witterungsbedingungen das Ziel bis zur Dunkelheit (und ab 18.00 Uhr kam ja auch noch Regen!) zu erreichen, setzte die Wettkampfleitung schon bald das Signal S zur Bahnverkürzung. Die ATI-Segler schlugen sich alle achtbar ... die letzte Stunden verbrachten alle gemeinsam in Sichtweite des Zieles. Kurz vorm Ziel war noch mal volle Konzentration gefordert, schließlich musste man erkennen, dass die Tonne noch mitzunehmen war. Olly bekam in dieser Phase des Rennens die Krise des Tages, als Dieter als Spitzenboot einer größeren Gruppe bei totaler Flaute an ihm vorbeirauschte und dies auch noch mit juchzenden Schreien bis nach Konstanz verkündete. Doch wer zuletzt lacht ... : an der Tonne trennte sich dann die Spreu vom Weizen ... durch das bewusste Abwarten hatte Olly den Platz an der Tonne für sich alleine - während sich Dieter von den Großen um ihn herum völlig abdrängen ließ ...... total entnervt fiel es der Crew dann auch noch schwer, die Segel zu sortieren und sich auf eine Vorgehensweise zu einigen. Durch diese Aktion war klar: kein anderes Boot konnte Dieter die ATI-Trophäe mehr streitig machen! Bei der Preisverleihung am Samstagabend im Konzil wurde der eigentliche Grund dieser spleenigen Regatta mal wieder klar: die Organisatoren stehen auf Knutschen ... denn obwohl es diesmal mehr als 20 Skipperinnen gab, musste sich jede einen Blumenstrauß gegen Küsschen abholen. Michi war hier wieder mit von der Partie - und kaum war sie von der Bühne zurück, musste sie erneut den Weg nach vorne antreten:, denn: endlich, endlich war es nicht mehr der undankbare 4. Platz geworden, nein, es winkte das wertvolle eisern-gravierte Glas als Trophäe für den 3. Platz in der diamant 2000/dynamic 2000 Gruppe! Das eiserne Wochenende wurde dann wie immer am Sonntag mit der Überfahrt mit Motor (glücklich war der, der einen hatte!) beendet. Im super Schattmeier-Neubau nahm Atti dann erstmalig die Ehrung für die Crew mit dem größten Entwicklungspotenzial vor ... und dieser Wanderpreis, den es schließlich nur in einer Auflage von 3 Exemplaren gibt, ist sicherlich ein weiterer Grund für die Teilnahme an der Eisernen 2004!